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Unter diesem Motto fanden in Bochum die diesjährigen Fußballkulturtage NRW statt. Gemeinsam mit der Professur für Gender Studies der Ruhr Universität Bochum, der Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum und der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V. (LAG) holte das Fanprojekt Bochum die Wanderausstellung Fan.Tastic Females in die Stadt. Präsentiert wurden die Geschichten von fan.tastischen Frauen am 17.10.18 im Mensafoyer der Ruhr Universität und am 18.10.18 im Kunstmuseum Bochum mit anschließender Podiumsdiskussion.

Die „schönste Nebensache der Welt“ gilt immer noch als Männerdomäne, sowohl auf als auch neben dem Platz. Doch rund ein Viertel der Stadionbesucher sind weiblich, Tendenz steigend. Wie ist ihre Sicht auf den Fußball und seine Fanszenen? Welche Geschichten können sie erzählen? Antworten darauf versucht das Ausstellungsprojekt Fan.Tastic Females – Football Her.Story zu geben. Mitglieder des Netzwerkes Football Supporters Europe, die die Ausstellung initiierten, interviewten Frauen aus Fanszenen in ganz Europa. Diese berichteten über ihre Liebe und Leidenschaft für den Sport, ihre schönsten, eindrucksvollsten, aber auch traurigsten Momente im Fußball und zeigten somit ihre Realitäten der weiblichen Fankultur.
Die Ausstellung beleuchtet ein Thema, das in Büchern oder Interviews bislang wenig Aufmerksamkeit erfuhr und als einzigartiges Projekt für Fußballfans und Interessierte jeglicher Couleur sehr zu empfehlen ist.

Auf dem Podium im Kunstmuseum begrüßten Maximiliane Brand und Stefanie Raible neben Prof. Katja Sabisch (Professur für Gender Studies an der Ruhr Universität) noch Antje Grabenhorst (Projektkoordinatorin Fan.Tastic Females), Miriam Hamid-Beißner (Fanprojekt Bielefeld) und Dörthe Hoppius (Spielerin des MSV Duisburg), um über Frauen in Fußballszenen, Sexismus und Diskriminierung, eigene Erfahrungen und auch Frauenfußball zu diskutieren. Auch das Publikum hatte die Möglichkeit mitzudiskutieren und direkte Fragen bezüglich der Ausstellung an die Initiatorin Antje Grabenhorst zu richten. Ein besonderes Highlight waren Beiträge von Petra Landers. Die gebürtige Bochumerin ist ehemalige deutsche Fußballnationalspielerin und holte 1989 mit ihrem Team erstmalig den Titel der Fußball Europameisterschaft der Frauen nach Deutschland. Die damalige Prämie des DFBs: ein Kaffeeservice. Heute eher unvorstellbar.-

Die dritten Fußballkulturtage in NRW waren in Bochum ein voller Erfolg sowie der Beginn weiterer Kooperationen mit der LAG und Gender Studies der Ruhr Universität.

Zum Schluss noch ein riesengroßes Dankeschön an Antje Grabenhorst und die Ausstellungsmacher*innen von Fan.Tastic Females, Maximiliane Brand und Stefanie Reible, Prof. Katja Sabisch, Miriam Hamid-Beißner, Dörthe Hoppius, Patrick Arnold der LAG, die Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum, die Ruhr Universität und das Kunstmuseum Bochum! Wir sind immer noch begeistert!