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Modul A

„Ich und die Anderen“ - Ein Modul zur Förderung der
sozialen Kompetenzen und der Empathiefähigkeit

Warum eigentlich?

Nie waren die sogenannten Softskills „Sozialkompetenz“ und „Teamfähigkeit“ bedeutender als heutzutage. Sie sind die Grundlage der Demokratiefähigkeit. Gut im Team zu arbeiten, teamfähig und dabei auch sozial intelligent zu sein gehören heute als Ziele in jeden Förderplan und stehen auch bei Firmen, Betrieben, Hochschulen und natürlich im Fußball längst schon ganz weit oben. Dennoch können viele Jugendliche mit diesen Begriffen nicht viel anfangen und sie nicht mit Inhalt füllen.

Mit welchem Ziel?

Wir möchten in diesem Modul gemeinsam mit den Jugendlichen ein Verständnis für ihr eigenes Handeln und die Konsequenzen dessen erarbeiten. Sie lernen in der Gruppe zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu handeln, Situationen und Probleme aus der Perspektive anderer wahrzunehmen, Interessen auszuhandeln und dabei Konflikte gewaltfrei zu lösen. Die Übernahme der Verantwortung für den gemeinsamen Gruppenprozess steht an allen drei Tagen im Vordergrund.

Und wie?

Anhand von kooperativen Spielen und Übungen erarbeiten die Teilnehmenden in eigenständigen Prozessen die Inhalte. Dabei geht es um die Bedeutung und Anwendung von Kommunikation, Reflexion, Vertrauen und Motivation. Das rewirpowerSTADION und der VfL Bochum 1848 bieten hierfür den passenden Rahmen, der Fußball an sich bietet uns zahlreiche Beispiele. Im Vordergrund steht das „Selbermachen“; medial arbeiten wir ergänzend mit Plakaten, Pinnwänden und dem Einsatz von Filmmaterial.


 

Modul B

„Voll fair?!“ - Ein Modul zu den Themen
Antidiskriminierung und Gerechtigkeit

Warum eigentlich?

Kenntnisse über gesellschaftliche Zusammenhänge und globale Verflechtungen sind in unserer heutigen Welt entscheidend, um sich eine reflektierte und kritische Meinung zu bilden. Doch oftmals sind es die voreiligen Schlüsse,  die „offenen Schubladen“ und Unwissenheit, die Menschen zu diskriminierenden Äußerungen und Verhalten bringen. Dieselbe Unwissenheit führt dazu, dass ungerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen in vielen Kontexten ungeachtet bleiben.
Fußball ist Kult, Fußball verbindet.
Fußballspielen hat viel mit Fairness zu tun, das wird in jedem Training vermittelt. Dennoch finden wir in den Stadien immer auch Rassismus, Diskriminierung und Homophobie. Und was ist eigentlich mit dem Ball selbst? Der Fußball ist ein gutes Beispiel, wenn es um die Vermittlung des Gedankens des weltweiten Fairen Handels geht.

Mit welchem Ziel?

In diesem 3-tägigen Workshop geht es darum, den jungen Menschen Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten rund um die Themen Vorurteile und menschenverachtende Einstellungen, sowie globaler Handel am Beispiel des Fußballs zu vermitteln. Dabei geht es zum einen darum, Diskriminierung zu erkennen und handlungsfähig zu sein. Zum anderen soll der Workshop dazu beitragen, die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, eine eigene, differenzierte Einstellung zu Menschenrechten, Gerechtigkeit und eigener Verantwortung entwickeln zu können.

Und wie?

Wir setzen uns anhand von verschiedenen praktischen Übungen mit Vorurteilen und Diskriminierung auseinander. Die jungen Menschen werden dabei auf einer empathischen Ebene angesprochen und können somit selbst nachvollziehen, was Vorurteile bedeuten. Des Weiteren stellen wir uns der Frage, wo eigentlich unsere Fußbälle herkommen, wer sie wie herstellt, was sie in der Produktion kosten und was wir später dafür bezahlen.  Ein kurzer Filmbeitrag soll die Jugendlichen in die Thematik einstimmen. Wir reisen mit den Fingern über die Weltkarte, um eine Vorstellung von den räumlichen Dimensionen zu bekommen. Wir sammeln die Informationen und werten sie aus. Und wir versuchen, selbst einen Fußball zu nähen.


 

Modul C

„Eine Frage der Ehre“ - Ein Modul zur Prävention
von gewalttätigem Verhalten

Warum eigentlich?

Gewalt hat viele Gesichter, sie zeigt sich in körperlichen Auseinandersetzungen, aber auch durch ausgrenzendes und diskriminierendes Verhalten. Physische und psychische Gewalt, mobbing und bullying – Schwierigkeiten, mit denen sich Schulen und junge Menschen täglich konfrontiert sehen. Aber nicht nur Gewalt erleben, oder Opfer von Gewalt sein, sondern das Dabeisein, die Beobachtung und Duldung von Gewalt trägt zu ihrem Vorkommen bei. Grund genug, mal genauer hinzusehen.

Mit welchem Ziel?

Gewalttätiges Verhalten kann verschiedenste Ursachen haben. Es ist nahezu unmöglich, all diesen Ursachen im schulischen Kontext auf den Grund zu gehen. Was aber möglich ist, ist präventiv gegen gewalttätiges Verhalten vorzugehen. Durch die Stärkung der sozialen Kompetenzen, der Fähigkeit eigene Gefühle zu benennen und Empathie für andere zu entwickeln, sowie zu erkennen, welche Mechanismen zu Aggressionen und Gewalt führen können, werden die jungen Menschen für das Thema sensibilisiert. Ein weiteres Ziel dieses Moduls ist die Auseinandersetzung mit der konkreten Handlungsfähigkeit eines jeden Menschen.

Und wie?

Wir beschäftigen uns mit dem Begriff der Gewalt und versuchen sie für uns zu definieren. Wir stärken die Gruppe mit Team- und Kooperationsübungen und widmen uns den Themen Kommunikation und Vertrauen. Wir arbeiten mit Rollenspielen, Bewegungselementen, filmischer Unterstützung, verschiedenen aktiven Übungen und drei Regeln, im Rahmen der konfrontativen Pädagogik.


 

Zielgruppe

Alle Module eignen sich ab der fünften Klasse und sind flexibel für alle Klassenstufen der Sekundarstufe I anpassbar. In der Regel bieten wir ein Modul an drei aufeinander folgenden Tagen an, meistens ab dienstags bis donnerstags, in der Zeit von neun bis dreizehn Uhr. Bei Modul C ist eine Kombination aus drei festen Tagen im Stadion und zwei weiteren Tagen in der Schule vorgesehen, um so die qualitativen Standards für ein Training in der Gewaltprävention zu gewährleisten. Die Trainer_innen von soccer meets learning sind seit Jahren in der außerschulischen und politischen Bildungsarbeit tätig und verfügen über verschiedene pädagogische Aus- und Fortbildungen in den Bereichen Sozialkompetenz, Lebens- und Berufswegplanung, Moderation und Mediation, sowie Gewaltprävention und konfrontative Pädagogik. Dazu kommen mehrjährige Erfahrungen aus der Arbeit mit den Förderschwerpunkten Lernen und emotionale und soziale Entwicklung.